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Politik

Sei ein Teil und teil dich mit!

Das Durchschnittsalter der Synodalen ist gesunken. Es liegt derzeit bei 51 Jahren. Seit 2002 sitzen mehr junge Erwachsene im St. Galler Kirchenparlament als früher. Drei davon geben Auskunft, warum sie sich engagieren.

«Das Ziel, 30 Personen unter 30 Jahren für die Synode zu motivieren, ist nie erreicht worden. Und trotzdem dürfen wir von einem Erfolg sprechen», sagt Markus Naef. Er unterstützt das «Netzwerk Junge Erwachsene», das die Aktion vor 15 Jahren lancierte. In Spitzenzeiten waren es 16 Personen. Damit wies der Kanton St.Gallen mehr junge Synodale aus als Zürich, Bern, Graubünden, Aargau und Basel zusammen. 

Jungsynodale wurde Kirchenrätin
Aktuell sitzen vier junge Frauen und zwei junge Männer unter 30 Jahren in der Synode. 14 Personen sind zwischen 31 und 35 Jahre alt. «Erfreulich ist, dass damalige Jungsynodale noch heute parlamentarisch tätig sind, mit Barbara Damaschke sogar eine Kirchenrätin», so Naef. 

Einen Sechstel des Parlaments mit jungen Vertretern zu besetzen, sei ambitioniert. «Junge Erwachsene sind in einer Lebensphase, die von Umzügen, Ausbildungen und Reisen geprägt ist. Selten bleiben sie länger an einem Ort.» Kommt hinzu, dass das erste Projekt des «Netzwerk Junge Erwachsene» überhaupt aufgrund anderer Ideen mit der Zeit etwas in den Hintergrund rückte. Neue Schwerpunkte wurden gesetzt. Die logische Folge: Die Ressourcen, ständig junge Leute zu motivieren, nahmen ab.

Bewusstsein geschärft
«Mit unserer Aktion erreichten wir aber das Bewusstsein der Kirchgemeinden, auch Junge ins Blickfeld zu bekommen, sie einzubinden.» Dies entspreche der Strategie der St.Galler Kirche, es den 18- bis 35-Jährigen zu ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen, so Naef. Der sehr griffige Slogan «30 unter 30» heisst deshalb heute «Sei ein Teil und teil dich mit!» und rückt das Mitgestalten in den Fokus. Keine leeren Worte. 2007 ist dank der Motion von Michael Vögele, damaliger Jungsynodaler, die Arbeitsstelle Junge Erwachsene geschaffen worden. Und auch in die Kirchgemeinden kommt Bewegung: Junge Erwachsene engagieren sich in der Kirchenvorsteherschaft, dem Geschäftsprüfungsorgan oder anderen kirchlichen Kommissionen. 

www.junge-erwachsene.ch

 

Text: Katharina Meier | Foto: Regina Kühne  – Kirchenbote SG, Mai 2017

 

 

Warum ich mich in der Synode engagiere und der Idee «30 unter 30» folgte

 

Bettina Müller, Krinau (1993)
Als klar wurde, dass die Kirchgemeinde Krinau nicht mehr selbstständig bleiben kann, habe ich mir überlegt, ob ich auch in der neuen Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg als Vorstandsmitglied mitwirken will. Ich habe mich allerdings wegen Zeitgründen dagegen entschieden. Ich finde es spannend, mitzuwirken und neue Erfahrungen zu machen. Deshalb habe ich zugesagt, als ich für die Synode angefragt wurde. Ich bin gespannt, welche Entwicklungen das kirchliche Leben in den nächsten Jahren macht.

Simon Stumpf, Buchs (1989)
Für mich ist es wichtig, dass die Generation U30 sich zeigt und einbringt. Die Synode ist der richtige Ort, um die Ansichten und Interessen der jungen Generation zu vertreten und die Kirche mitzugestalten.

Cristina Knellwolf, Thal (1997)
Ich folgte der Idee, weil ich es wichtig finde, dass auch die jungen Leute vertreten sind und ihre Interessen berücksichtigt werden. Mit «30 unter 30» versucht man, den jungen Leuten eine Stimme zu geben. Deshalb möchte ich diese Chance nutzen und mich in der Synode engagieren.

 


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Die komische Kappe auf dem Kopf  | Artikel

Dänu Wisler, der Popularmusiker aus der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Unteres Neckertal, hat anlässlich des Reformationsjubiläums einen Roman über Zwingli geschrieben: «Im Schatten der sieben Fürsten» ist Sonntag, 23. April 2017 offiziell erschienen. Der Autor erzählt in einem Kurzvideo, warum er sich an den «Mann mit der komischen Kappe auf dem Kopf» heranmachte. 

 

Das Buch ist im Schürch-Verlag, Huttwil erschienen und für Fr. 24.80 erhältlich.

 

 


Kirchenfenster der Kreuzkirche Wil SG  | Artikel

Farben- und Symbolkraft strahlt das Kirchenfenster der Kreuzkirche Wil SG aus. Andreas Schwendener hat dazu einen Kurzfilm gestaltet. 

 


Zwingli by Daniel Lienhard  | Artikel

 Man kann auch ohne Gebrauch der Stimme beten, zum Beispiel während man den Pflug führt, wenn man dabei der göttlichen Güte Danke sagt und die Kraft des allmächtigen Gottes in der Erde und im Samen verehrend bewundert. Huldrych Zwingli auf dem Acker.